KONTAKT

Geschäftsstelle
Friedrich-König-Straße 11
98527 Suhl

Telefon: 03681 3919-0
Telefax:  03681 3919-99
E-Mail: info@awg-rennsteig.de
   

Öffnungszeiten:

Mo bis Mi: 09:00 bis 15:00
Do: 09:00 bis 18:00

und nach Vereinbarung

Aktuelles > Presse

Presse

 
  1 - 10 von 53  
>

(K)ein leichtes Spiel an der Stange
Presse 18.06.2018

Als Fußballer haben die Jungs vom Team Big Beer Theorie beim Human-Table-Soccer am Samstag auf dem Platz der Deutschen Einheit leichtes Spiel. Sie sind zum dritten Mal dabei, um sich das Fass Bier zu sichern.

Wenn die Wohnungsbaugenossenschaft AWG "Rennsteig" ihren 111. Geburtstag feiert, dann findet die Sause nicht im stillen Kämmerlein statt. Mit Trillerpfeife und Mikrofon in der Hand ist der Vorstandsvorsitzende, Frank Brösicke, am Samstag in der ganzen Innenstadt zu hören. Das ist wichtig, schließlich hat er eine besondere Aufgabe: Er ist Moderator und Schiedsrichter beim diesjährigen Human-Table-Soccer Turnier, das eingebettet ist in die Feierlichkeiten zum 111.

Doch ganz unparteiisch ist er nicht, gibt er zu. Acht Teams treten bei der siebten Auflage des Menschenkicker-Turniers gegeneinander an, darunter auch die Germany's next Top-Kicker mit Mitarbeitern der AWG und Mitgliedern des Vereins "Nachbarn am Rennsteig". Allerdings haben sie es gleich in ihrem ersten Spiel richtig schwer und kassieren acht Treffer. Der starke Gegener heißt Big Beer Theorie. Die Jungs treten zum dritten Mal beim Human-Table-Soccer an und wollen auch zum dritten Mal den Sieg, und damit das 50-Liter-Fass Bier, Ruhm und Ehre holen, verraten sie.

Keine Punkte verschenken

"Trainieren kann man das nicht", sagt Simon Rubner. Doch die Teammitglieder Norman Henkel, Philipp Klimmt, Sebastian König, Kevin Müller und Tim Leipziger seien selbst Fußballspieler im Dietzhäuser und Albrechtser Verein und damit geübt im Umgang mit dem Ball. Trotzdem kassieren die Jungs zwei Tore von den Top Kickern.

"Man sieht den Ball, aber man kommt einfach nicht ran", schildert Michael Haseney vom Verein "Nachbarn am Rensnteig" das Dilemma dieses besonderen Sports. Denn die Hände müssen stets in den dafür vorgesehenen Laschen bleiben. Wer sie rauszieht, schenkt dem Gegner den Punkt. Um sich zum Ball zu bewegen, muss der Teamkollege, der an der gleichen Stange befestigt ist, mitziehen. Tut er das nicht, bleibt nur das verzweifelte Angeln mit den manchmal doch etwas zu kurz geratenen Beinen. Zehn Minuten versuchen die menschlichen Kicker-Figuren so, den Ball immer wieder ins gegnerische Tor zu befördern.

Am Samstagnachmittag steht dann fest: Diesmal macht es die SG Suhl-Goldlauter am besten und holt sich den Sieg. Bei der Party am Abend, zu der Mr Jam die passende Musik mitgebracht hat, wird das ausgelassen gefeiert. Auch am Sonntag herrscht mächtig Betrieb auf dem Platz der Einheit. Die AWG hat zum Familiennachmittag eingeladen und viele kommen, um Musik, Spiele, Speis und Trank zu genießen.

Quelle: Freies Wort, Anica Trommer

Zum Einzug in die neue Wohnung gab es die DDR-Fahne
Presse 13.06.2018

Eine Wohnung zu bekommen, das war zu DDR-Zeiten fast so selten, wie ein Sechser im Lotto. Monika Reibitz von der AWG "Rennsteig" erinnert sich bestens an diese Zeiten. Seit mehr als 30 Jahren arbeitet sie im Unternehmen, das jetzt 111. Geburtstag feiert.

Was es heißt, keine eigene Wohnung zu haben, das weiß Monika Reibitz nur zu gut. 1980 zogen ihre Schwwiegereltern nach Frankfurt (Oder). Da weder sie noch ihr Mann eine eigene Wohnung hatten, zogen sie mit in die Zweieinhalb-Raum-Wohnung und lebten ein Jahr lang im kleinen Kinderzimmer. 1982 stellten sie einen Antrag auf eine Wohnung in Suhl, da ihr die Heimat fehlte. Fünf Jahre mussten sie warten.

1987 trat die Suhlerin zeitgleich ihren Dienst bei der AWG "Rennsteig" an. Dort wurde sie umgehend mit der DDR-Mangelwirtschaft konfrontiert. Es fehlte nicht nur an Wohnungen, auch so kleine Dinge wie Waschbecken und WC-Becken gab es nur auf Zuteilung. Auf eine neue Badewanne mussten die Bewohner oft jahrelang warten. Am allerschlimmsten aber war das Mini-Kontingent an Kachelöfen. Das bereitete den AWG-Mitarbeitern oftmals Kopfschmerzen. "Bei Beginn des Winters hat man gebetet, dass das Kontingent reicht", erinnert sich Monika Reibitz sehr genau an das Dilemma, wenn mehr Öfen kaputt gingen, als repariert werden konnten.

Glücklich durfte sich auf jeden Fall derjenige schätzen, der überhaupt eine Wohnung bekam. Egal ob nun ofen- oder fernbeheizt. Weil die Nachfrage so groß, das Angebot aber so klein war, gab es in der AWG eine Wohnungs-Kommission. Dieser gehörte je ein Mitglied aus einem der großen Trägerbetriebe, wie Fajas, EGS oder Robotron an. "Die einzelnen Vertreter haben Vorschläge gemacht, wer aus den Betrieben mit Wohnraum versorgt werden soll", erinnert sich Monika Reibitz zurück.

Interessenten, die sich für eine AWG-Wohnung entschieden hatten, mussten sich diese im wahrsten Sinne des Wortes erst einmal verdienen. Denn neben den Anteilen, die damals schon zu erbringen waren, mussten auch Stunden geleistet werden. Für eine Zweiraumwohnung galt es, 350 Stunden in Betrieben der Region zu leisten. Darüber wurde im Übrigen ganz genau Buch geführt. Ein eigens eingestellter Mitarbeiter, allseits bekannt als der "Stunden-Eddi", notierte die Abrechnungen fein säuberlich in seiner Kartei.

Selbst die Straße kehren

Auch nach dem Einzug war Eigenleistung gefragt. Ein so genanntes 20-Stunden-Programm musste jeder Mieter im Jahr leisten. Sprich: Gemeinnützige Arbeit, wie beispielsweise Straße kehren, Spielplatz reinigen und Grünlandpflege wurden über dieses Programm abgerechnet.

Zur Wohnungsübergabe bekam jeder Mieter mit den Wohnungsschlüsseln auch eine Fahne der DDR oder die Arbeiterfahne ausgehändigt. Diese musste am 1. Mai gut sichtbar aufgehängt werden. Mitarbeiter der AWG waren sogar angehalten, dies zu kontrollieren. Und notfalls bei den Bewohnern anzuklopfen, falls diese das Beflaggen "vergessen" hatten.

Vor allem Vier-Raum-Wohnungen standen hoch im Kurs. Doch genau hier haperte es. Also waren die AWG-Mitarbeiter gefordert, herauszufinden, wer eine große Wohnung hat, diese aber gar nicht mehr benötigte. Mit diesen Familien wurde das Gespräch gesucht. "Viele von denen haben getauscht, damit ihre Kinder eine Wohnung bekommen", weiß die Serviceberaterin zu berichten.

Bei der Vergabe wurde auch auf das Geschlecht der Kinder geachtet. Wer einen Jungen und ein Mädchen hatte, der bekam vorrangig eine Wohnung mit zwei Kinderzimmern.

Ausgestattet waren die Räumlichkeiten mit Küchenmöbeln und Herden. Bis 1987 wurden die Wohnungen sogar komplett tapeziert an die Mieter übergeben. Allerdings: Was an die Wand kam, darauf hatten die neuen Bewohner keinen Einfluss. Standard hieß das Zauberwort. "Als dann die neuen Blöcke in der Mehliser Struth gebaut wurden, gab es das alles nicht mehr. Nur noch die Decken, Küchen und Bäder waren tapeziert", erinnert sich Monika Reibitz.

In den größeren Wohngebieten hatte die AWG Ausleih-Stützpunkte eingerichtet. Hier konnten die Mieter Malerzubehör, Werkzeuge, Leitern und mehr ausleihen. Frei nach dem Motto: "Niemand muss alles haben". Was auf Grund der Mangelwirtschaft auch gar nicht möglich gewesen wäre.

Hausvertrauensmänner

Probleme in den Häusern wurden an extra benannte Hausvertrauensmänner übertragen. Diese informierten die Hausgemeinschaftsleiter (HGL), die jeweils für einen Wohnblock zuständig waren. Und die wiederum wandten sich an das Wohngebietsaktiv (WGA). Letzteres trat einmal monatllich, gemeinsam mit den Wohnungswirtschaftlern der AWG und den HGL-ern zusammen. Bei dieser Gelegenheit wurden alle Probleme zusammengetragen. Wenn möglich waren alle diese Anfragen und Wünsche bis zur nächsten Sitzung abzuarbeiten.

Wende brachte Einschnitt

Und dann kam die Wende. Ein tiefer Einschnitt, auch für die AWG. Aus den ehemals 135 Mitarbeitern sind heute 57 (einschließlich der beiden Tochterunternehmen Rennsteig-Immobilienservice und Rennsteig-Gebäudeservice) geworden. Nur noch einer von einst 65 Handwerkern hat einen Anstellungsvertrag bei dem Unternehmen. Von 7883 Wohnungen gehören heute nur noch 3884 zur AWG "Rennsteig". Ein Teil wurde privatisiert. Aus dem Wohnungsbestand der Mehliser Struth ging eine eigene Wohnungsgenossenschaft hervor. Am einschneidensten war aber wohl der Abriss von 2273 Wohnungen.

Bei vielen Mietern sind die umfassenden Sanierungen im Gedächtnis hängen geblieben. Bevor diese starten konnten, waren Monika Reibitz und ihre Kollegen damit beschäftigt, jede einzelne Wohnung zu begehen. So wurde der jeweilige Sanierungsbedarf ermittelt. Die Begehungen der Wohnungen erfolgten generell nach Feierabend oder an den Wochenenden. Das bedeutete Überstunden ohne Ende. Aber: "Die Mieter waren damals froh, dass in den Wohnungen was gemacht wurde." Von neuen Fenstern über Wohnungstüren bis hin zu Heizungsanlagen, Steigesträngen oder Elektrik wurde alles saniert.

Zwischenzeitlich hat die AWG wieder neu gebaut. Insgesamt handelt es sich um 108 neue Wohnungen, die im Pfiffergrund und der Aue I entstanden sind.

Monika Reibitz hat in den vergangenen 31 Jahren viele Veränderungen erlebt. Ein paar Unterlagen von einst hat sie noch in ihrem Schreibtisch aufbewahrt. Es sind handgeschriebene Reparatur-Karteikarten. Jede einzelne davon erzählt ihre eigene Geschichte. Und seit sich die Serviceberaterin mit der Vergangenheit ihres Unternehmens beschäftigt, hat auch sie Erinnerungen ausgegraben, die nicht einfach vergessen werden sollen. Es sind Geschehnisse, die die Häuser betreffen und deren Bewohner. Am 16. und 17. Juni wird nun die 111-Jahrfeier der AWG "Rennsteig" gefeiert. Ein Grund mehr, all diese Erinnerungen neu aufleben zu lassen. Und vielleicht hat das eine oder andere AWG-Mitglied auch noch einiges dazu beizusteuern.

Quelle: Freies Wort, Doreen Fischer 

2 % Gewinnausschüttung beschlossen
Presse 13.06.2018

Am 13. Juni 2018 fand wenige Tage vor der Jubiläumsfeier zum 111. Geburtstag die diesjährige Ordentliche Vertreterversammlung der AWG Wohnungsbaugenossenschaft "Rennsteig" eG statt.

Die dabei vorgezeigten Ergebnisse passen sehr gut in das Jubiläumsjahr. Im Jahr 2017 erzielte die Genossenschaft das beste Ergebnis ihrer Geschichte und konnte erstmals die Marke von 1 Mio. Euro Jahresüberschuss knacken. Bemerkenswert ist dies insbesondere deshalb, weil gleichzeitig die Schulden der Genossenschaft weiter deutlich gesenkt und die Investitionen in Bestand und Neubau erhöht werden konnten. Mit einer Eigenkapitalquote von über 57 % hat die Genossenschaft ihre stabile Position weiter gefestigt.

Dennoch, so stellte der Vorstandsvorsitzende Frank Brösicke fest, bleiben mit den Herausforderungen des demographischen Wandels in der Region große Aufgaben für Modernisierung und Bestandsanpassung durch Abriss sowie die so genannte „zweite Sanierungswelle“, mit der die erforderlichen nächsten Sanierungsmaßnahmen nach den Großmaßnahmen der 90er Jahre bezeichnet werden. Damit dies alles gut vorbedacht ist, verfügt die Genossenschaft über eine detaillierte 20-Jahresplanung, auf deren Grundlage eine weitere sichere Steuerung des Unternehmens gelingen soll.

Das gute Jahresergebnis ermöglicht es, dass die Genossenschaft erneut erhebliche Beträge den Rücklagen zuführen und im 15. Jahr in Folge an ihre Mitglieder eine Dividende von 2 % ausschütten kann, die Anfang Juli auf die Konten fließt.

Nachdem das langjährige Aufsichtsratsmitglied Ulrich Goldschmidt nach 21 Jahren Aufsichtsratstätigkeit nicht erneut kandidierte, wurde ihm eine würdige Verabschiedung durch Vertreter, Aufsichtsrat und Vorstand beschert. Als ehemaliger Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender hat er wegweisende Entwicklungen der Genossenschaft an prominenter Stelle mitgestaltet und damit die positive Entwicklung der Genossenschaft maßgeblich beeinflusst.

An seine Stelle wurde neben dem wiedergewählten Jens-Uwe Heß das langjährige Mitglied der Vertreterversammlung Thomas Gärtner aus Zella-Mehlis gewählt. Beide komplettieren den aus sechs Personen bestehenden Aufsichtsrat, der auch im nächsten Jahr durch seinen Vorsitzenden Harald König geführt wird.

Vor 111 Jahren nahm die Erfolgsgeschichte ihren Lauf
Presse 09.06.2018

Die AWG "Rennsteig" eG wird 111 Jahre alt. Ein schöner Anlass für die Wohnungsbaugenossenschaft, mit den Genossenschaftlern, vielen Gästen und Interessierten am 16. und 17. Juni in Suhl auf dem Platz der Deutschen Einheit zu feiern.

Wir waren mit dem AWG-Vorstandsvorsitzenden Frank Brösicke vorab im Gespräch.

Was verbinden Sie mit 111 Jahren AWG "Rennsteig" eG?

111 Jahre AWG Wohnungsbaugenossenschaft "Rennsteig" eG bedeutet vor allem die generationenübergreifende Erfolgsgeschichte der Idee, gemeinsames zu schaffen, was der Einzelne nicht schafft. Es bedeutet für mich den Erfolg von tausenden Genossenschaftsmitgliedern zur Selbstverwirklichung des Wohnens über mehr als 111 Jahre in Suhl, Zella-Mehlis und Oberhof.

Wie gestaltete sich der Beginn der AWG "Rennsteig" eG?

Die zunehmende Industrialisierung zog zu Beginn des 20. Jahrhunderts zahlreiche Menschen aus den umliegenden Gemeinden in Hoffnung auf gute Arbeit nach Suhl. Arbeit war hier, aber keine Wohnungen. So offerierte der damalige Bürgermeister von Suhl, Dr. Paul Hagemeister, am 23. März 1907 die Idee, einen gemeinnützigen Bauverein zu gründen, der sich dem Bau von Wohnungen widmet. Bereits im Mai 1907 fand die Gründungsversammlung statt, im Juni die Eintragung ins Genossenschaftsregister. Wenige Tage später wurden die Bauleistungen für die ersten beiden Häuser im Reuetal in Suhl ausgeschrieben, am 31. Oktober erfolgte die Rohbauabnahme und bereits am 28. März 1908 wurden die Wohnungen bezogen. Von der Idee bis zum Einzug gerade mal ein Jahr! Heute undenkbar!

Wie hat sich die AWG im Laufe der 111 Jahre entwickelt?

Der Gründung der ersten Genossenschaft folgten weitere 1924 in Zella-Mehlis und 1927 in Suhl. Alle drei Genossenschaften bauten fleißig im Reuetal, Pfiffergrund und Fallmich in Suhl bzw. an der Pappel und in der Blasiusstraße in Zella-Mehlis. So enstanden bis 1942 in Zella-Mehlis 35 und in Suhl über 250, damals moderne, genossenschaftliche Wohnungen.

Nach dem II. Weltkrieg und der Gründung der DDR war die Genossenschaftsidee ungeliebt. Da die Wohnungsnot jedoch groß und damit Gemeinschaftshilfe gebraucht wurde, beschloss die DDR-Regierung 1953 das "Gesetz über die Arbeiterwohnungsbaugenossenschaften". In der Folge entstand 1954 die erste AWG im Landkreis Suhl, die AWG "Neues Leben" in Zella-Mehlis. Im selben Jahr begann auch sie mit dem Bau von Reihenhäusern. 1955 wurden die ersten zwölf Wohnungen bezogen. Ab 1958 war Manfred König Vorsitzender dieser Genossenschaft und später jahrzehntelang prägend für das Genossenschaftswesen im Kreis und Bezirk Suhl.

In Suhl entstand 1954 die AWG "Aus eigener Kraft", 1956 die AWG "Frieden" und 1961 die AWG "XXII. Parteitag der KPdSU". Alle Genossenschaften bauten mit Hilfe der Trägerbetriebe wie Kugellagerfabrik, Mercedes-Büromaschinen, Simson oder Rat des Bezirkes hunderte Genossenschaftswohnungen im Rodebach und in der Struth in Zella-Mehlis, auf dem Lautenberg, Döllberg, in der Aue I oder Karl-Marx-Straße in Suhl.

1972 gelang es Manfred König, die vier AWG'n mit 1605 Wohnungen zusammenzuschließen. Von 1975 bis 1977 kamen dann noch die drei GWG'n hinzu. Somit hatte sich eine große und starke Genossenschaft für den Stadt- und Landkreis Suhl entwickelt.

In den 70-er und 80-er Jahren entstanden weitere neue Wohngebiete in Suhl wie die Aue II, Ilmenauer Straße, Suhl-Nord, Stadtmitte oder auch in Oberhof. Auf ihrem Höhepunkt hatte die Genossenschaft 7383 Wohnungen mit über 412 000 Quadratmeter Wohnfläche im Eigentum.

Nach der politischen Wende war es die vordringlichste Aufgabe, den riesigen Instandsetzungsrückstau zu beseitigen. So wurden allein im Zeitraum von 1991 bis 2002 über 130 Millionen Euro in die Instandsetzung und Modernisierung unserer Wohnungen investiert. Mit dem Jahr 1998 erforderte die demografische Entwicklung infolge der Abwanderung tausender Einwohner neue Strategien. Der Abriss von Wohnungen bestimmt seitdem neben Instandhaltung und Modernisierung unseren Alltag. Bis zum Jahresende 2017 haben alleine wir 2273 Wohnungen abgerissen und weiter 1334 Wohnungen im Zuge der Privatisierung verkauft.

Nach dem Aufschwung nun der Abschwung?

So sehen wir das nicht. Suhl hatte 1952 rund 25 000 Einwohner, auf seinem Höhepunkt fast 58 000, heute knapp 36 000. Die Perspektive liegt bei etwa 30 000. Das muss man wissen und sein Unternehmen daran anpassen. Wir werden weiterhin nicht benötigte Wohnungen abreißen und daneben auch neu bauen. Dass das kein Widerspruch ist, zeigen unserer Wohnungen im Pfiffergrund und in der Aue I. Wichtig ist, dass man bei Stadt- und Wohnungsentwicklung immer weit, weit voraus schauen muss, um möglichst wenige Fehler zu machen.

Wo sehen Sie die AWG in Zukunft? Welche Pläne gibt es?

Wir werden 2025 die letzte Wohnung in Suhl-Nord freigezogen haben. Parallel beginnen wir mit der Stilllegung unserer Häuser am Schwarzen Wasser (Karl-Marx-Straße). Wenn Suhl noch weitere 6000 Einwohner verliert, sind das noch einmal rund 4000 Wohnungen, die leer werden. Wir haben unseren Teil hierfür bestimmt. Gleichzeitig sitzen wir über den Plänen für weitere Neubauvorhaben, z. B. im Reuetal oder auch in der Karl-Marx-Straße. Sorgen macht uns dabei die Entwicklung der Baukosten, die die Neumieten nach oben treiben. Das wird die größte Herausforderung.

Ich sehe unsere Genossenschaft im Jahr 2035 als gesundes Unternehmen mit etwa 3000 Wohnungen, etwa so viele wie 1975.

 

ZEITSTRAHL

23. März 1907: Versammlung zur Gründung eines Gemeinnützigen Bauvereins

6. Mai 1907: Gründungsversammlung

26. Juni 1907: Eintrag des Suhler Bauvereins e.G.m.b.H. in das Genossenschaftsregister

März 1908: Erste Wohnungen im Reuetal in zwei Doppelhäusern für je sechs Familien

25. Juni 1924: Bauverein e. V. in Zella-Mehlis gegründet

1927: Gründung der Bau- und Spargenossenschaft e.G.m.b.H.

1930-1942: Suhler Bauvereine besonders im Reuetal, Pfiffergrund und am Fallmich aktiv

18. Mai 1954: Gründung der AWG "Neues Leben" Zella-Mehlis als erste AWG im Kreis Suhl. Der erste Spatenstich für zwölf Wohnungseinheiten erfolgte am 12. Juni.

1954: Gründung der AWG "Aus eigener Kraft"

1956: Gründung der AWG "Frieden"

1958: Umbildung der GWG

16. Dezember 1961: Gründung der AWG "XXII. Parteitag der KPdSU"

1965: Bautätigkeit für neue Wohnbereiche

1. Januar 1972: Vereinigung zur AWG "Rennsteig" mit 1605 Wohnungen

1975-1977: Betritt der Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaften

1979: Verwaltung von 4500 Wohnungen, 5364 Mitglieder

1990: Neue Herausforderungen: Bestandsaufnahme, neue Satzung und gesetzliche Regelungen, Investitionsrückstau, Altschulden, Privatisierung, Sanierung, Modernisierung

1997: Gründung der Rennsteig-Immobilienservice GmbH sowie der Rennsteig-Gebäudeservice GmbH als Tochterunternehmen

bis 2017: Abriss von 2273 Wohnungen, Verwaltung von 3884 Wohnungen sowie bis zum jetzigen Zeitpunkt 1226 privatisierte Wohnungen

 

Quelle: Freies Wort

Ehre für die Familienfreundlichen der Stadt
Presse 07.06.2018

Die Einrichtungen, die fortan mit dem Prädikat "Familienfreundlich" versehen werden, sind am Wochenende während der Kinderkulturnacht ausgezeichnet worden.

Insgesamt neun Einrichtungen der Stadt Suhl haben sich in diesem Jahr um das Prädikat "Familienfreundlich" beworben. Und das Bündnis für Familie hat seine Entschiedung getroffen, nachdem sich Juroren in kleinen Gruppen die Einrichtungen genau angesehen haben. Acht der neun Bewerber um den Titel "Familienfreundliche Einrichtung" sind am Samstag zur Eröffnung der Kinderkulturnacht auf die Bühne gerufen worden, um die Auszeichnung entgegenzunehmen. Mit dem Logo, das auf einer Zeichnung der Tochter einer Mitarbeiterin der AWG basiert, können fortan folgende Einrichtungen werben: die AWG Wohnungsbaugenossenschaft "Rennsteig" eG, das Geschäft Baby- und Kids-Second-Hand, Städtische Wohnungsgesellschaft mbH Suhl (Gewo), die Thepra-Kindertagesstätte Tausendfüßler, der Suhler Tierpark, das SRH Zentralklinikum Suhl, das Mehrgenerationenhaus Familienzentrum "Die Insel" sowie die Suhler Stadtbücherei. Sie alle haben bei den Juroren einen so guten Eindruck hinterlassen, dass ihnen der Titel "Familienfreundliche Einrichtung" verliehen werden konnte. Die AWG, die Kita "Tausendfüßler", das Zentralklinikum sowie die Stadtbücherei haben sich bereits zum zweiten Mal um diesen Titel beworben. Und das mit Bravour.

Zu den Kriterien, die erfüllt werden müssen, gehören unter anderem die Arbeitsbedingungen, Ausstattung und Öffnungs- sowie Besuchszeiten, die zu einer Familie passen.

Der Anstoß zur Vergabe des Prädikates "Familienfreundlich", das 2013 zum ersten Mal vergeben wurde, ist vor etwa sechs Jahren von der AWG gekommen. Der Alltag hatte für diesen Impuls gesorgt, kommen doch Besucher gelegentlich mit kleinen Kindern in die Geschäftsstelle. Und die interessiert nicht, was die Erwachsenen zu bereden haben. Also sorgt Spielzeug für Kurzweil. Mittlerweile gibt es eine Spielecke und eine Wickelmöglichkeit.

Quelle: Freies Wort, Heike Hüchtemann

Zufriedene Neumieter bei der AWG
Presse 15.03.2018

Eines der wichtigsten Ziele der AWG Wohnungsbaugenossenschaft "Rennsteig" eG als großes Wohndienstleistungsunternehmen ist es, zufriedene Bewohner zu haben. Deshalb legt das Qualitätsmanagement der Genossenschaft hierauf besonderen Wert. Seit Jahren ist hierbei die Befragung der Neukunden ein wichtiger Bestandteil, um deren Eindrücke zur Servicequalität unseres Unternehmens von der ersten Kontaktaufnahme über die gesamte Abwicklung des Vermietungsprozesses bis zum Einzug in die neue Wohnung zu erfahren und auszuwerten. Hierzu werden alle neuen Mieter mit einem standardisierten Fragebogen befragt.

Das Resümee der Auswertung aller eingegangenen Fragebögen des letzten Jahres ist ausgesprochen positiv. Die Interessenten bzw. neuen Mieter waren mit unseren Leistungen insgesamt sehr zufrieden. Besonders gelobt wurde die schnelle und unkomplizierte Kontaktaufnahme über verschiedene Wege sowie die kurzfristig möglichen Wohnungsbesichtigungen. Nicht zu übertreffende 100% aller Antworten bestätigten der Genossenschaft „sehr gute“ und „gute“ Wohnungsangebote. Die Beratung durch die Mitarbeiter empfanden ebenfalls 99% als durchweg positiv.

„Die Auswertung der Befragung ist eine wichtige Grundlage für unser weiteres Handeln. Unsere Neukunden und Mieter bestätigen uns eine sehr angenehme Atmosphäre, Überschaubarkeit, Diskretion und Sauberkeit in unserer Geschäftsstelle und wenn wir unsere Kunden am Ende schließlich auch mit einem sehr guten Service überzeugen können, freut uns das natürlich doppelt. Ein gutes Verhältnis zwischen den Mitgliedern und den Mitarbeitern der Genossenschaft liegt uns sehr am Herzen.“, so Frank Brösicke, Vorstandvorsitzender der AWG „Rennsteig“ eG.

Unter allen Einsendern der Befragung wurde von der AWG ein Überraschungspaket verlost. Darin enthalten ist ein Essensgutschein für die ganze Familie im Wert von 100 Euro in einem Lokal der eigenen Wahl.

Wunderland der Fotografie
Presse 27.11.2017

Von Heike Hüchtemann

Frank Melech zeigt sein eigenes Herrschaftsgebiet, Franks Reich eben. Das hat sich nach der Ausstellung vor zwei Jahren in der CCS-Galerie vergrößert. Es ist reicher geworden. Und unter dem Titel „Wächter“ noch inspirierender. In seinem Reich, seiner Gedankenwelt ist Frank Melech der König, der sein Lächeln bei beinahe jedem Blick auf seine Werke spüren lässt. „Was Frank Melech präsentiert, ist ein Wunderland der Fotografie“, sagt der Schmalkalder Herbert Frübing in seiner Laudatio. „Hier ist er Herr zwischen realer Welt und freier Imagination.“ Was der Künstler aus Heinrichs in der Galerie in der AWG zeigt, ist fantastische Fotografie, im schönsten Sinne des Wortes. Nun mag sich mancher streiten wollen, wo Fotografie anfängt und wo sie aufhört. Die neue Schau des Frank Melech jedenfalls ist augenscheinliches Zeugnis dafür, was mit Fotografie alles möglich ist. Bilder zum Beispiel, die Fantastisches ausstrahlen, Geheimnisvolles, jede Menge Fantasie und Harmonie.

Die Ausstellung „Die Wächter FRANKsREICH“ von Frank Melech ist in der Galerie der AWG „Rennsteig“ zu den Geschäftszeiten bis Ende Mai 2018 zu sehen.

Auszeichnung langjähriger AWG-Mitglieder
Presse 26.10.2017

In der AWG Wohnungsbaugenossenschaft “Rennsteig“ eG ist es seit Jahren eine gute Tradition, sich bei Genossenschaftsmitgliedern für ihre langjährige Treue zu bedanken. In diesem Jahr warenes 23 Männer und Frauen, die 1967 die Mitgliedschaft erworben hatten und zu diesem Anlass ausgezeichnet wurden.

Die Mitglieder und ihre Begleitung wurden am Mittwochnachmittag, dem 25.10.2017, zu einer Feierstunde mit Kaffeetafel in gemütlicher Atmosphäre in das Foyer der Geschäftsstelle eingeladen.

Zum Auftakt haben sich die Kinder aus der KiTa Kinderland mit einem bunten Programm präsentiert und die Stimmung bei den Gästen anregt.

Anschließend bedankten sich die Vorstände Frank Brösicke und Fred König sowie Mitglieder des Aufsichtsrates persönlich bei den Mitgliedern für die lange Treue und bekamen die Ehrennadel der Genossenschaft in Silber, verbunden mit einer Ehrenurkunde, überreicht.

Alle Gäste bedankten sich für den schönen Nachmittag im Hause der AWG.

Wohnungen für gehobene Ansprüche
Presse 05.07.2017

Abriss von Plattenbauten auf der einen, Neubau hochwertiger Wohnungen auf der anderen Seite: Die gewachsenen Anforderungen an Wohnraum spiegeln sich auch in Suhl wider.

(Ein Text von Georg Vater)

Suhl – Während die AWG Wohnungsgenossenschaft Rennsteig den Abriss auf Suhl-Nord und im Wohngebiet Karl-Marx-Straße/Am Himmelreich vorantreibt, wachsen im Wohngebiet Aue I Neubauten. Damit reagiert die Genossenschaft auf die Anforderungen des Marktes und schließt ein Stück weit die in Suhl noch immer auseinandergehende Schere zwischen Nachfrage und Angebot hochwertig ausgestatteten Wohnraums in beliebten Lagen.

Denn während Wohnungen in den unteren und mittleren Mietsegmenten relativ problemlos zu haben sind, ist das Angebot hochwertigen Wohnraums jenseits der Sieben-Euro-Marke eher bescheiden bis kaum vorhanden. Neun Euro Kaltmiete pro Quadratmeter kosten die derzeit im Endausbau befindlichen und Ende September bezugsfertigen Wohnungen an der Leonhard-Frank-Straße in der Aue I. Sie entstanden auf Grundstücken der AWG, die in den zurückliegenden Jahren durch Abriss frei wurden. Nach 45 bereits im Vorjahr fertiggestellten Wohnungen steht nun ein zweiter Bauabschnitt mit weiteren 18 Wohnungen vor der Vollendung. Gebaut hat die AWG ausschließlich mit eigenem Geld unter anderem aus den Genossenschaftseinlagen der Mitglieder. Mehr als zehn Millionen Euro wurden am Standort insgesamt investiert. „Gut angelegtes Geld“, findet AWG-Vorstandsvorsitzender Frank Brösicke. Der Erfolg des Projekts gibt ihm Recht: Für nahezu alle Wohnungen gab es bereits während der Rohbauphase ernsthafte Interessenten. So sind auch für die im September bezugsfertigen 18 Wohnungen für 15 die Mietverträge bereits unter Dach und Fach. „Nur noch drei Zweiraumwohnungen mit jeweils 66 Quadratmeter Fläche sind zu haben“, sagt Brösicke. „Wenn Ausstattung und Lage stimmen, zahlen die Leute auch in Suhl neun Euro und mehr“, weiß er. Es sei für die gesamte Entwicklung der Stadt wichtig, auch die Bezieher mittlerer und höherer Einkommen in Suhl zu halten und nicht wegen fehlender Wohnungen an andere attraktive Städte zu verlieren. Mit barrierefreiem Zugang zu jeder Wohnung, einem Aufzug mit Halt auf jeder Etage, großzügigen Badezimmern mit Dusche und Wanne sowie individuell geschnittenen Küchen und hochwertiger Innenausstattung biete man bei den Wohnungen all das, was die örtliche Marktsituation verlange. Mit Laubengängen statt geschlossener Treppenhäuser ist die AWG bei diesem Wohnprojekt auch nach außen hin sichtbar neue Wege gegangen.

Sie wollen mehr über unseren Neubau erfahren? Dann schauen Sie doch einfach hier...

Fast 500.000 Euro für die Mitglieder
Presse 22.06.2017

Am 14. Juni fand die diesjährige ordentliche Vertreterversammlung der AWG „Rennsteig“ eG in der Geschäftsstelle der Genossenschaft mit 45 gewählten Vertretern, Aufsichtsrat und Vorstand statt.

Im Bericht des Vorstandes bildeten die Ergebnisse des Jahres 2016, aber auch der Stand des zweiten Bauabschnitts des Neubauprojektes „Lebensräume Auengrund“ und die Barrierereduzierung im Wohnungsbestand die Schwerpunkte. Die Genossenschaft wird im September diesen Jahres weitere 18 neu gebaute Wohnungen in der Aue I fertigstellen und damit dort insgesamt 54 moderne, barrierefreie und energieeffiziente Wohnungen vermietet haben. Das Projekt ist in Suhl und Umgebung wegen seiner besonders gelungenen Gestaltung und des hohen Nutzwertes für die Bewohner beachtet, nachgefragt und anerkannt. Mit den Einbau von weiteren 14 Aufzügen in den Wohngebieten Aue II und Ilmenauer Straße in diesem Jahr wird die Genossenschaft seit 2008 insgesamt 50 Aufzüge nachgerüstet und damit die bequeme Erreichbarkeit für rund 2/3 aller Wohnanlagen ab 5 Etagen gesichert haben. Hiervon sind rund 15 % sogar barrierefrei erreichbar – ein Spitzenwert deutschlandweit.

Aufsichtsrat und Prüfungsverband bestätigen den Gremien eine solide, auf langfristige Beständigkeit ausgerichtete Entwicklung, was auch durch die 20-jährige Unternehmensplanung untermauert wird.

Besonders erfreulich für die Mitglieder der Genossenschaft ist der Beschluss, auch in diesem Jahr wieder eine Dividende an alle Mitglieder auszuschütten. In diesen Tagen werden den Mitgliedern die persönlichen Informationen hierzu zugesendet. Am 28. Juni wird die Genossenschaft fast 500.000 € an 4.581 Mitglieder überweisen, die damit die positive Entwicklung ihrer Genossenschaft nicht nur im Haus und Wohnumfeld, sondern auch im eigenen Geldbeutel spüren können.

Die AWG Wohnungsbaugenossenschaft „Rennsteig“ eG ist mit über 3.800 Wohnungen und rund 4.600 Mitgliedern die größte Wohnungsgenossenschaft in Südthüringen und eine der großen in Deutschland. Mit einem Auftragsvolumen von über 16 Mio. € jährlich ist sie nicht nur ein bedeutender Partner des regionalen Wohnungsmarktes und der Stadtentwicklung, sondern zugleich wichtiger Auftraggeber für das Handwerk, Versorger und Dienstleister. Sie versteht sich als engagierter Sozialpartner von Kommunen und karitativen Organisationen sowie im Verbund mit seinen Tochterunternehmen Rennsteig Gebäudeservice GmbH und Rennsteig-Immobilienservice GmbH als verantwortungsvoller Arbeitgeber für etwa 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 
  1 - 10 von 53  
>